„Nach zwei Wochen fragt sich jeder, wie er jemals ohne gearbeitet hat.“
Am Anfang herrscht meistens Skepsis. Das ist völlig normal. Viele Unternehmen verbinden Dokumentenmanagement noch immer mit langen Einführungsprojekten, zusätzlichen Programmen und komplizierten Schnittstellen. Häufig höre ich Sätze wie: „Das wird bestimmt wieder ein Projekt für mehrere Monate.“ Ein paar Wochen später spricht plötzlich niemand mehr darüber. Nicht, weil das Thema unwichtig geworden ist. Sondern weil es einfach funktioniert. Rechnungen kommen automatisch im System an, Dokumente liegen dort, wo sie gebraucht werden, und Freigaben laufen im Hintergrund. Irgendwann fällt dann fast immer ein Satz, den ich in den vergangenen Jahren schon oft gehört habe:
„Ich kann mir gar nicht mehr vorstellen, wie wir früher ohne gearbeitet haben.“
Für mich ist das wahrscheinlich das größte Kompliment, das eine Software überhaupt bekommen kann.
Gute Software fällt irgendwann gar nicht mehr auf
Wenn wir über Digitalisierung sprechen, geht es häufig um Begriffe wie OCR, E-Rechnung oder Workflows. Das sind wichtige Bausteine, aber sie beschreiben aus meiner Sicht nicht den eigentlichen Nutzen. Eine gute Software erkennt man nicht daran, wie viele Funktionen sie besitzt. Man erkennt sie daran, dass sie irgendwann selbstverständlich geworden ist. Niemand denkt darüber nach, dass Outlook E-Mails synchronisiert oder Business Central einen Auftrag speichert. Es funktioniert einfach. Genau das ist auch mein Anspruch an Document Capture. Wenn Rechnungen automatisch verarbeitet werden, Dokumente direkt am Geschäftsvorfall verfügbar sind und niemand mehr überlegen muss, wo sich ein Beleg befindet, dann arbeitet die Software genau so, wie sie arbeiten sollte – unauffällig im Hintergrund.
Es geht um den Prozess, nicht um die Rechnung
Der Name Document Capture lässt zunächst vermuten, dass sich alles um Eingangsrechnungen dreht. Tatsächlich geht es um deutlich mehr. Unternehmen arbeiten täglich mit Verträgen, Lieferscheinen, Rechnungen, Mitarbeiterunterlagen und vielen weiteren Dokumenten. All diese Informationen gehören zu einem Geschäftsprozess und genau deshalb gehören sie aus meiner Sicht auch in das ERP-System. Business Central ist der zentrale Arbeitsplatz vieler Mitarbeiter. Dort werden Bestellungen erfasst, Rechnungen gebucht und Entscheidungen getroffen. Warum sollten die dazugehörigen Dokumente dann irgendwo in einem E-Mail-Postfach oder auf einem Netzlaufwerk liegen? Genau diesen Medienbruch beseitigt Document Capture.
Der größte Zeitverlust entsteht meist an anderer Stelle
Viele glauben, die eigentliche Zeitersparnis entsteht dadurch, dass Rechnungen nicht mehr manuell erfasst werden müssen. Aus meiner Erfahrung ist das nur ein Teil des Nutzens. Viel häufiger geht Zeit dadurch verloren, dass Dokumente gesucht werden, Freigaben auf sich warten lassen oder niemand genau weiß, wo sich eine Rechnung gerade befindet. Mit Document Capture landet der Beleg direkt in Business Central und wird dort geprüft, ergänzt und verbucht. Der Buchhalter konzentriert sich auf die inhaltliche Prüfung, anstatt Daten abzutippen oder Dokumenten hinterherzulaufen. Genau diese kleinen Verbesserungen sorgen im Alltag oft für den größten Unterschied.
Warum die Einführung viele überrascht
Eine der häufigsten Fragen lautet: „Wie lange dauert die Einführung?“ Viele rechnen mit mehreren Monaten Projektlaufzeit. Die Realität sieht heute oft anders aus. Continia liefert bereits umfangreiche Vorlagen für PDF- und E-Rechnungen mit. Neue Lieferanten werden automatisch erkannt und bei Bedarf lassen sich zusätzliche Informationen wie Kostenstellen oder Lieferscheinnummern sehr einfach ergänzen. Wenn die wichtigsten Beispielrechnungen vorliegen, können wir viele Unternehmen bereits innerhalb einer Woche produktiv nehmen. Nicht, weil wir etwas vereinfachen, sondern weil die Lösung genau dafür entwickelt wurde.
Die E-Rechnung ersetzt keine elektronische Rechnungsprüfung
Seit der Einführung der E-Rechnung höre ich regelmäßig die Frage, ob Document Capture dadurch überhaupt noch notwendig ist. Meine Antwort lautet ganz klar: Ja. Die E-Rechnung sorgt dafür, dass Daten strukturiert übertragen werden. Sie ersetzt aber nicht die eigentliche Rechnungsprüfung, Genehmigung oder Verbuchung. Genau diese Schritte bleiben weiterhin notwendig. Dabei spielt es keine Rolle, ob eine Rechnung als ZUGFeRD, XRechnung, Peppol oder in einem anderen internationalen Format eingeht. Document Capture verarbeitet die unterschiedlichen Formate innerhalb derselben Oberfläche in Business Central und macht den gesamten Prozess für den Anwender deutlich einfacher.
Wenn Prozesse anfangen mitzudenken
Besonders spannend werden Projekte für mich dann, wenn Unternehmen anfangen, ihre Prozesse zu automatisieren. In einem aktuellen Projekt erkennt Business Central beispielsweise Betragsabweichungen automatisch und entscheidet anhand definierter Regeln selbstständig, welcher Genehmigungsprozess gestartet werden muss. Mitarbeiter müssen nicht mehr überlegen, wer eine Rechnung freigeben darf – das System übernimmt diese Entscheidung. Für mich beginnt genau dort intelligente Digitalisierung. Nicht möglichst viele Arbeitsschritte zu automatisieren, sondern den Menschen genau dort zu entlasten, wo Routinen entstehen.
Wann Digitalisierung wirklich erfolgreich ist
Wenn ich einige Wochen nach einem Go-Live noch einmal mit Kunden spreche, reden wir meistens gar nicht mehr über Document Capture. Stattdessen erzählen sie mir, dass niemand mehr Rechnungen sucht, Freigaben deutlich schneller laufen oder Dokumente einfach dort verfügbar sind, wo sie gebraucht werden.
Und irgendwann höre ich fast immer denselben Satz: „Ich kann mir gar nicht mehr vorstellen, wie wir früher ohne gearbeitet haben.“
Für mich ist genau das der Moment, an dem ein Projekt wirklich erfolgreich war. Nicht weil eine neue Software eingeführt wurde, sondern weil sie so selbstverständlich geworden ist, dass niemand mehr über sie nachdenken muss.
Weiterführende Informationen
Möchten Sie mehr über Document Capture von Continia und Microsoft Dynamics 365 Business Central digitalisieren können?
Dann finden Sie hier weitere Informationen:




