OTE-Aktuell-2019-Pfand- Verpackungs-Modul-V4

Das neue OTE-Pfand- und Verpackungs-Modul

Seit dem 1. Januar 2019 hat das neue Verpackungsgesetz (nachfolgend VerpackungsG) die alte Verpackungsverordnung von 1991 vollkommen abgelöst. Mit der Inkrafttretung des neuen Gesetzes, haben sich die Anforderungen an die Händler erhöht.

 

Wer Versandhandel betreibt und es mit der Erfüllung der Pflichten des VerpackungsG richtigmachen möchte, holt sich Unterstützung von Spezialisten. Die OTE GmbH hat sich dem Handel verschrieben und ein Zusatzmodul – das Pfand- und Verpackungs-Modul – entwickelt. Es erleichtert Ihnen nicht nur die Umsetzung des VerpackungsG sondern lässt sich in Ihren ERP Workflow mit Microsoft Dynamics NAV und Microsoft Dynamics 365 Business Central mühelos integrieren.

Pfand- und -Verpackungs-Modul-Button

Die Vorteile unseres OTE-Pfand- und Verpackungs-Moduls

  • genießen Sie die vollständige Integration in Microsoft Dynamics NAV
  • komfortable Verwaltung Ihrer unternehmens-, artikel- und verpackungsbezogenen Stammdaten
  • Hinterlegung von Lizenzentgelten für die einzelnen Fraktionen der verschiedenen dualen Systeme
  • automatisierte Erstellung der unterjährigen Meldungen oder der Jahresabschlussmeldung
  • Splitting der Lizenzentgelte nach Artikel, Verpackungsgruppen und Regionen
  • Weiterbelastung der Lizenzentgelte an nachgelagerte Handelsstufen

Gerne beraten wir Sie ausführlich über unsere Speziallösung, das OTE-Pfand- und Verpackungs-Modul. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage. Sie können uns schreiben oder anrufen. Wir sind gerne für sie da! Möchten Sie sich vorab selber informieren. Auch das ist kein Problem. Hier erfahren Sie zum Beispiel, ob für Sie unser Zusatzmodul in Frage kommt!

Unsere OTE-FAQs zum Thema Verpackungsgesetz:

 

Wer ist betroffen?

Jeder Händler – unabhängig von Umsatz oder Handelsgröße –  der Verpackungen, die dann beim Endverbraucher anfallen, erstmalig gewerbsmäßig in den Verkehr bringt.

Warum wird die Verpackungsordnung abgelöst?

Die Stiftung Zentrale Stelle schreibt in dem Zusammenhang:

 

„Wer Verpackungen in Deutschland in Verkehr bringt, sei es, um ein Produkt zu schützen, besser zu vermarkten oder dieses auf dem Postweg zu versenden (Versandverpackung), muss sich bereits zuvor darum kümmern, dass diese Verpackungen ordnungsgemäß entsorgt werden. Dies ist Ausdruck des in Deutschland und der Europäischen Union festgeschriebenen Prinzips der Produktverantwortung des Herstellers.

In der Vergangenheit sind viele Hersteller ihrer Produktverantwortung nicht nachgekommen. Diejenigen, die sich rechtskonform verhalten haben, haben das Recycling für die anderen mit bezahlt. Das konnte nicht so bleiben. Daher hat der Gesetzgeber die Stiftung Zentrale Stelle Verpackungsregister (Zentrale Stelle) zur Erhöhung von Transparenz und Kontrolle bei der Erfüllung der Produktverantwortung geschaffen.“

Ab wann ist das neue Verpackungsgesetz gültig?

Seit dem 1.1.2019 ist das Verpackungsgesetz in Kraft getreten, dass die bisherige Verpackungsordnung ablöst.

Welche Verpflichtungen habe ich als Händler?

Händler haben vier Pflichten zu erfüllen:

(1) Die Registrierungspflicht

Der Händler erfüllt seine erste Pflicht, in dem er sich bei der für die ordnungsgemäße Registrierung nach dem Verpackungsgesetz zuständigen Zentralen Stelle Verpackungsregister registriert. Diese betreibt ein öffentlich einsehbares, elektronisches Verpackungsregister namens LUCID. Bei dieser Datenbank „meldet“ der Händler sich mit seinen Daten an und ist dann über das für jedermann einsehbare Register auffindbar oder eben nicht auffindbar, kommt er seiner Registrierungspflicht nicht nach.

Einzige Ausnahme hiervon sind sogenannte Serviceverpackungen wie zum Beispiel Tragetaschen, To-Go-Becher oder Einweggeschirr.

Foglende Daten müssen hinterlegt werden:

  • Herstellerdaten, z. B. Handelsregisternummer und europ. Steuernummer
  • Markennamen, unter denen Produkte/Verpackungen in Verkehr gebracht werden
  • Bestätigung der Beteiligung an einem oder mehreren Systemen oder Branchenlösungen

(2) Die Systembeteiligungspflicht (auch: Lizenzierungspflicht)

Der zweiten Pflicht, der sog. Systembeteiligungspflicht (auch: Lizenzierungspflicht) kommen Händler nach, indem diese sich einem dualen System zur Entsorgung von Verpackungen unter Angabe der ihnen von der Zentralen Stelle Verpackungsregister zugeteilten Registrierungsnummer anschließen. Dies ist mit Kosten für den Händler verbunden.

  • Eine solche Systembeteiligung erfolgt über ein so genanntes „Lizenzentgelt“, das sich nach der in Verkehr gebrachten Menge an Verpackungen richtet. Grundsätzlich gilt die Lizenzierungspflicht jedoch unabhängig von Verpackungsart und -menge und somit ab der ersten befüllten Verpackung.
  • Zu lizenzieren sind hierbei alle Verpackungen wie: Versandkarton, Packband, Styropor, Luftpolsterfolie oder Seidenpapier
  • Duale Systeme sind z.B. der grüne Punkt, Interseroh, zentek, Veolia, Reclay Group (unter lizenzero.de bietet beispielsweise Interseroh ein neues Lizenzierungsportal an)
  • Die dualen Systeme müssen ihrerseits ebenfalls die ihnen gemeldeten Verpackungsmengen an das zentrale Verpackungsregister melden und es findet ein Abgleich statt (die gemeldeten Mengen müssen also identisch sein).

(3) Die Datenmeldepflicht

Händler müssen die bei ihnen anfallenden Verpackungsmengen sowohl an den Betreiber des dualen Systems, als auch der Zentralen Stelle Verpackungsregister melden.Danach richten sich auch die vorgenannten Kosten für den Händler.

Händler müssen melden:

  • Plan-Zahlen der in Verkehr zu bringenden Verpackungen innerhalb eines Kalenderjahrs
  • Ist-Zahlen der tatsächlich in Verkehr gebrachten Verpackungen (mindestens jährlich, geht aber auch in kürzeren Zyklen)

Die Meldung muss erfolgen:

  • An das zentrale Verpackungsregister LUCID
  • An das duale System, über den der Händler lizenziert ist

Für die zu meldenden Verpackungsmengen sind relevant:

  • Das Material der Verpackung
  • Das Gewicht der Verpackung

Daraus ist die Masse der Verpackungen (Anzahl Verpackungen x Masse der Verpackungsart) zu ermitteln.

4. Vollständigkeitserklärung

  • Jeweils bis zum 15. Mai eines Jahres müssen Hersteller, die systembeteiligungspflichtige Verpackungen in Verkehr bringen, eine Vollständigkeitserklärung für das Vorjahr abgeben. Dies ist eine Meldung der Masse der tatsächlich in Verkehr gebrachten Verpackungen, die durch einen registrierten Prüfer zu bescheinigen ist.
  • Die Pflicht zur Vollständigkeitserklärung trifft aber nur Hersteller, die eine gewisse Menge an Verpackungsmasse erreichen, nämlich:
  • 80.000 kg Glas
  • 50.000 kg Papier, Pappe und Karton
  • 30.000 kg Eisenmetalle, Aluminium, Kunststoffe, Getränkekartons, sonstige Verbunde

Was muss ich zu "LUCID" wissen?

LUCID ist die Plattform, auf welcher die Hersteller sich registrieren und die Stiftung Zentrale Stelle Verpackungsregister die Stammdaten der Hersteller entgegennimmt, speichert und prüft. Gemäß dem gesetzlichen Auftrag werden die registrierten Hersteller mit ihren Markennamen in einer Liste in LUCID veröffentlicht. In der Datenbank werden auch die Datenmeldungen der verschiedenen Beteiligten aufgenommen und verarbeitet.

Was passiert, wenn Händler den Verpflichtungen nicht nachgekommen?

Kommt ein Händler diesen Pflichten nicht nach, verstößt er gegen das Verpackungsgesetz. Nach dem 1. Januar 2019 dürfen nicht lizenzierte Verpackungen nicht mehr rechtmäßig in Verkehr gebracht werden. Andernfalls drohen Geldbußen von bis zu 200.000 Euro, Abmahnungen oder gar Verkaufsverbote.

Kann ich mit Microsoft Dynamics NAV und 365 Business Central meine Angaben machen?

Industrie und Handel die Erfassung, Anmeldung und Abrechnung ihrer tatsächlich in Umlauf gebrachten, lizenzierten haushaltsnahen Verpackungen bei allen in Deutschland und international zugelassenen dualen Systemen. So können Sie die gesetzlichen Auflagen der Verpackungsverordnung einfach, schnell und kostensparend erfüllen.

Links zum Thema: Erklärvideos, Whitepapers

 

Gerne beraten wir Sie persönlich über unsere Speziallösung OTE-Pfand- und Verpackungs-Modul und andere ERP-Themen. Sie erreichen uns über das Kontaktformular oder per Telefon. Wir sind gerne für sie da!